Spinnenarten


Hier zeige ich euch Bilder von verschiedenen Spinnenarten.
Diese sind entstanden auf der Spinnenausstellung im Stadtmuseum Schleswig am 27. Mai 2007.
Die Beschreibung zu den Spinnen habe ich den dortigen Hinweistafeln entnommen.

 

A

acanthoscurria_suina

Acanthoscurria suina


Herkunft: Paraquay
Lebensraum: Tropischer Regenwald
Max. Grösse: 10 cm
Beutetiere: Insekten, kleine Reptilien, Amphibien, Kleinsäuger

Seltene, sehr groß werdene Vogelspinne, die durch ihre ungewöhnlich kurze Behaarung sehr bedrohlich wirkt. Tatsächlich hat sie aber einen eher ruhigen Charakter. Auffällig ist die bürstenartige seitliche Behaarung der vorderen Beinglieder an sämtlichen Laufbeinen, ein Merkmal, das normalerweise mehr unter Baumbewohnern zu finden ist, für einen solchen ist die Spinne aber viel zu massig und zu schwer. Da diese Art noch recht neu entdeckt und unerforscht ist, kann man nur vermuten, dass sie evtl. ein Bindeglied zwischen Boden und Baumbewohnern ist.


Aphonopelma chalcodes

Aphonopelma chalcodes


Herkunft: USA
Lebensraum: Strauchsteppen, Trockensavannen
Max. Grösse: 7 cm
Beutetiere: Insekten, Kleinsäuger

Sehr attraktive, fast weiße Vogelspinnenart, die trockene Gebiete bevorzugt. Während der Mittagshitze verbergen sich diese Spinnen in Erdlöchern, fallen die Temperaturen, kommen sie heraus. Adulte Männchen dieser Art unterscheiden sich deutlich von den Weibchen, sie sind tiefschwarz gefärbt. A. chalcodes gehört zu den seltenen, und im Handel sehr teuren Arten, selbst auf guten Börsen sind die Tiere Raritäten. Es sind ausdauernde Pfleglinge im Terrarium und sie bestechen durch ihre Schönheit und ihr ruhiges Wesen.


 Aphonopelma seemanni

Aphonopelma seemanni


Herkunft: Costa-Rica, Guatemala
Lebensraum: Strauchsteppen, Trockensavannen
Max. Grösse: 7 cm
Beutetiere: Insekten, junge Mäuse

Diese Art gehört zu den schönsten Vogelspinnen überhaupt, die weißen Doppelstreifen, die sich über die gesamte Länge der Gliedmaßen ziehen, sind auf dem schwarzen Hintergrund eine Augenweide. Sie ist eine bodenbewohnende Spinne, die in Erdröhren lebt, sie ist in der Lage, monatelange Trockenzeiten in diesen zu überdauern. Obwohl diese Vogelspinnen mit Reizhaaren ausgestattet ist, setzt sie diese Art von Verteidigung nur selten ein.


Argiope lobata

Argiope lobata


Herkunft: Mittelmeerraum, Nordafrika, Ägypten
Lebensraum: Wiesen, Waldränder, Strauchsteppe
Max. Grösse: 2 cm
Beutetiere: Insekten

Diese bizarr anmutende Radnetzspinne ist nah verwandt mit der bekannten Wespen- oder Zebraspinne. Sie ist wie diese ein Heuschreckenjäger, die nahe am Boden schräg, manchmal sogar fast waagerecht ein vollendetes Radnetz aufspannt. Heuschrecken, die dort hineingeraten, werden mit unglaublicher Geschwindigkeit eingesponnen, so dass ihnen keine Zeit bleibt, sich zu befreien. Die Spinne ist an warme Gebiete gebunden.


Avicularia versicolor

Avicularia versicolor


Herkunft: Martinque
Lebensraum: Bergwälder
Max. Grösse: 8 cm
Beutetiere: Insekten, Frösche, Geckos, kleine Vögel

Baumbewohnende Vogelspinne, sie gehört zu den am schönsten gefärbten Arten überhaupt. Die Jungtiere haben eine blau-schwarze Kontrastzeichnung, die mit zunehmenden Alter über Purpurtöne in ein dunkles Rotbraun übergeht. Die Tiere sehen beim Heranwachsen nach jeder Häutung wieder etwas anders aus, dies macht sie einzigartig. Es sind ruhige, im allgemeinen friedliche Tiere, die sich durchaus zu wehren wissen.


B

Brachypelma boehmei

Brachypelma boehmei


Herkunft: Guererro, Mexico
Lebensraum: Mäßig feuchte Küstenwälder, Trockensavannen
Max. Grösse: 7 cm
Beutetiere: Insekten, Raupen

Eine der schönsten Vogelspinnen überhaupt. Die Art ist sehr anpassungsfähig und profitiert wie viele andere Kulturfolger von der Zerstörung der Landschaft durch den Menschen. Sie ist ein Lauerjäger, sie wartet am Eingang ihres Unterschlupfs auf Beute, streift aber auch in dessen Nähe umher. Die Spinne ist sehr friedlich, verteidigt sich jedoch bei Störung durch Abstreifen ihrer Brennhaare (Bombadieren). Sie gehört nach WA II. zu den besonders geschützten Arten.


Brachypelma smithi

Brachypelma smithi


Herkunft: Mexico
Lebensraum: Steppengebiete
Max. Grösse: 8 cm
Beutetiere: Insekten, junge Mäuse

Dies ist die wohl bekannteste Vogelspinne der Welt, sie gehört zu den farblich attraktivsten Arten. Ihr Aussehen, ihr äußerst friedliches Verhalten und ihre nicht versteckte Lebensweise machten sie zum beliebten Terrarientier. Weibchen dieser Art können erstaunlich alt werden (bis zu 25 Jahren!). Die Arten der Gattung Brachypelmalassen sich zum größten Teil untereinander verpaaren, es existieren viele, meist unbeabsichtigte, aber attraktive Hybriden. Sie ist die erste Vogelspinne, die nach WA II.b unter Schutz gestellt wurde. Dieser Schutzstatus wurde im April 2006 aufgrund der enormen Nachzuchterfolge wieder aufgehoben.


Brachypelma vagans

Brachypelma vagans


Herkunft: Mexico, Guatemala
Lebensraum: Trockenwälder, Rodungsgebiete
Max. Grösse: 9 cm
Beutetiere: Insekten, Kleinsäuger

Eine recht groß werdene, sehrKorpulente Vogelspinne mit schöner schwarz-roter Färbung. Die Art besiedelt als Kulturfolger hauptsächlich gerodete Wälder, wo sie unter verrottendem Holz lebt, sie kann aber auch Wohnröhren graben. Die Spinne ist friedlich und flieht bei Belästigung, sie gehört allerdings zu den Bombadierspinnen, ihre Reizhaare verursachen unangenehmes Jucken und Brennen. Sie gehörte bis zum April 2006 nach WA II.b zu den besonders geschützten Arten, der Artenschutz wurde wegen starken Nachzuchterfolgen aufgehoben.


C

Chilobrachys dyscolus

Chilobrachys dyscolus


Herkunft: Vietnam
Lebensraum: Tieflandregenwald
Max. Grösse: 9 cm
Beutetiere: Insekten, Amphibien, Kleinsäuger

Eine der größten Spinnen Asiens, sie kann Beinspannweiten erreichen, die die von Theraphosa blondi übertrifft. Sie ist jedoch schlanker und leichter gebaut, als die brasilianischen Riesen. In freier Wildbahn leben diese Vogelspinnen in langen Erdröhren, die anpassungsfähigen Tiere können jedoch auch oberirdische Habitate problemlos besiedeln, hier werden riesige Wohngespinste angelegt. C.dyscolus ist eine überaus aggressive und bissige Art, die sich schneller bewegt, als man ihr zutraut. Wegen des starken Giftes sollte man einen Biss nicht unterschätzen. Diese Vogelspinne gehört nicht in Anfängerhände!!


Chilobrachys fimbriatus

Chilobrachys fimbriatus


Herkunft: Indien
Lebensraum: Tropischer Regenwald, Buschland
Max. Grösse: 6 cm
Beutetiere: Insekten, Insektenlarven

Eine der schönsten asiatischen Vogelspinnen. Diese schlanken, sehr schnellen Bodenbewohner haben wie ihre Verwandten ein sehr ausgeprägtes Spinnverhalten, sie bauen üppige Wohngespinnste, mit denen sie ihr gesamtes "Revier" überziehen. Dabei entstehen kunstvoll anmutende Gebilder mit zahlreichen Tunneln und Röhren. Diese Spinne ist sehr scheu, treibt man sie jedoch in die Enge werden sie aggressiv und beißen zu, ihr recht starkes Gift sorgt dann für eine sehr schmerzhafte Bissverletzung. Außerordentlich selten zu bekommende Vogelspinne!


Chilobrachys huahini

Chilobrachys huahini


Herkunft: Thailand
Lebensraum: Tropischer Regenwald
Max. Grösse: 4 cm
Beutetiere: Insekten

Schlanke, asiatische Vogelspinne, die zumeist unterirdisch in langen Erdröhren lebt. Die Tiere besitzen ein ausgeprägtes Spinnverhalten, im Terrarium werden sämtliche Einrichtung, sowie der komplette Bodengrund eingesponnen. In diesem Gespinst, zusammen mit dem angelegten Röhrensystem, sind die Tiere leider nicht oft zu sehen. Nur des Nachts gehen sie aktiv auf Jagd. Es sind aggressive Vogelspinnen, die aber erst beißen, wenn ihnen eine rasche Flucht nicht mehr gelingt.


Cyclosternum fasciatum

Cyclosternum fasciatum


Herkunft: Costa-Rica
Lebensraum: Tropischer Regenwald, Tieflandregenwald
Max. Grösse: 5 cm
Beutetiere: Insekten, Insektenlarven

Diese bunt gezeichnete Vogelspinne gehört zu den kleinen Arten, zweifellos aber auch zu den schönsten. Über ihre Lebensweise in der Natur ist nicht viel bekannt. Die Aufzucht dieser Spinnen ist nicht schwer, fast alle angebotenen Tiere stammen aus Nachzuchtbeständen. Die Art ist ein Bodenbewohner und kleidet ihren Unterschlupf und dessen Umgebung großzügig mit Spinnenseide aus. Sie gehört zu den schnellsten Vogelspinnen, die hat ein blitzschnelles Reaktionsvermögen und flieht bei Bedrohung rasch in ihrem Unterschlupf.


E

Eupalaelstrus campestratus

Eupalaelstrus campestratus


Herkunft: Brasilien, Paraguay
Lebensraum: Trockenwälder
Max. Grösse: 7 cm
Beutetiere: Insekten, Kleinsäuger

Hübsch gefärbter Bodenbewohner, der für eine brasilianische Art erstaunlich trockenheitsresistent ist. Die Spinnen graben gerne, bewohnen aber auch verlassene Nagetierbauten. Aufgrund ihrer Robustheit ist diese Vogelspinne ein einfacher Pflegling im Terrarium, die Art wächst aber recht langsam und ist erst im Alter entsprechend groß. sie wird auch selten angeboten. Die Tiere sind ausgesprochen friedfertig und lassen sich selten aus der Ruhe bringen, die Reizhaare werden, obwohl vorhanden, selten eingesetzt.


G

Grammostola pulcha

Grammostola pulchra


Herkunft: Uruguay
Lebensraum: Tropischer Regenwald, Kulturlandschaften
Max. Grösse: 10 cm
Beutetiere: Insekten, junge Mäuse und Ratten

Sehr große, jedoch friedliche Vogelspinne, mit pechschwarzem. glänzendem Haarkleid. Die Art ist äußerst wetterhart, sie muss in ihrer Heimat Wintertemperaturen unter dem Gefrierpunkt überstehen. Sie ist ein erfolgreicher Kulturfolger, der im Gegensatz zu vielen anderen Tieren von der Abholzung des Regenwaldes profitiert.Die imposante Spinne ist auch am Tag aktiv und hält sich so gut wie nie in einem Versteck auf. Das macht sie auch für Anfänger interessant, die Tiere sind immer gut zu beobachten.


H

Hadogenes paucidens

Hadogenes paucidens


Herkunft: Zimbabwe
Lebensraum: Lehmwüsten, Geröllhalden
Max. Grösse: 16 cm
Beutetiere: Insekten, Spinnentiere

Dies ist ein harmloser Vertreter der Skorpione Afrikas, er ist recht ansprechend gefärbt mit seinen grünlichgelben Streifen. Auffällig ist der zierliche, sehr zerbrechlich wirkende Schwanz, dessen Giftstachel selbst beim Beutefang so gut wie nie eingesetzt wird. Die Tier verlassen sich hierbei auf ihre mächtigen Scheren, mit denen sie auch größere Beute festhalten können. Wie alle Skorpione ist auch dieser streng nachtaktiv, tagsüber versteckt er sich unter Steinen oder Holz. Ein Stich dieser Art ist medizinisch völlig unbedeutend, er ist vergleichbar mit einem Wespenstich.


Heteropoda spec.

Heteropoda spec.


Herkunft: Tansania
Lebensraum: Trockensavannen, menschliche Siedlungen
Max. Grösse: 5 cm
Beutetiere: Insekten

Diese Spinne gehört zur Familie der Riesen-Krabbelspinnen, zu der auch die in Australien berüchtigten "Huntsman-Spiders" zählen. Es sind äußerst agressive, sehr wendige Jäger, die keine Fangnetze bauen. Sie können rückwärts und auch seitwärts laufen, ohne das Beuteinsekt (oder einen Feind) aus den Augen zu lassen, ein Angriff folgt völlig unvermittelt und mit unglaublicher Geschwindigkeit. Die Spinnen haben lagen Chelizerenklauen, und können auch Menschen sehr schmerzhafte Bisse zufügen. Da diese Tiere sich eher zum Kampf stellen als zu fliehen, sollten sie bei der Pflege im Terrarium mit viel Respekt behandelt werden.


L

Lasiodora difficilis

Lasiodora difficilis


Herkunft: Brasilien
Lebensraum: Feuchtsavannen, Tieflandregenwald
Max. Grösse: 10 cm
Beutetiere: Insekten, junge Mäuse und Ratten

Große, bodenbewohnende Vogelspinne, mit ansprechender Färbung. Die Tiere halten sich oft am Eingang ihres Unterschlupf auf, oder streifen auf der Suche nach Beute umher, durch ihre nicht so versteckte Lebensweise sind sie gut zu beobachten. Daher sind sie als Terrarumtiere beleibt. Allerdings sind diese Spinnen sehr leicht reizbar, schon bei geringer Störung streifen sie ihre sehr unangenehmen Brennhaare ab, hilft dies nicht, verteidigen sie sich mit Beinschlagen mit anschließenden Giftbiss.


Lasiodora parahybana

Lasiodora parahybana


Herkunft: Brasilien
Lebensraum: Feucht- und Trockenwälder
Max. Grösse: 11 cm
Beutetiere: Insekten, Reptilien, Mäuse und junge Ratten

Diese stattliche Art ist nach den beiden Theraphosa-Arten die zweitgrößte Vogelspinne der Erde. Sie wächst von allen Vogelspinnen am schnellsten und gehört zu den Klassikern. Da die Männchen bei Vogelspinnen die längeren Beine haben, erreichen die männlichen Exemplare enorme Beinspannweiten. Lasiodora parahybana ist relativ aggressiv, sie beißt bei Bedrohung zu. Sie ist eine kräftige Spinne, und das nicht nur wegen ihrer beachtlichen Größe, sondern auch vom Körperbau. Sie ist im Allgemeinen sehr gefräßig und ist bereits bei gutem Futterangebot nach drei Jahren ausgewachsen.


Lasiodorides polycuspalatus

Lasiodorides polycuspalatus


Herkunft: Peru
Lebensraum: Trockensavannen, Strauchsteppen
Max. Grösse: 8 cm
Beutetiere: Insekten, junge Mäuse

Neu entdeckte, seltene Vogelspinne mit schöner, silbrigschwarzer Färbung. Über die Art ist ähnlich wenig bekannt, wie bei ihrer Verwandten, L.striatus. Genau wie diese, ist diese Spinne eine Trockenheit liebende Art, was für peruanische Vogelspinnen ungewöhnlich ist. Ihr friedlicher Charakter macht sie auch für Anfänger in der Spinnenhaltung interessant, da die Tiere aber sehr selten zu bekommen sind, sind es begehrte Sammlerstücke, die recht hohe Preise erzielen.


Lasiodorides striatus

Lasiodorides striatus


Herkunft: Peru
Lebensraum: Trockensavannen, Strauchsteppen
Max. Grösse: 8 cm
Beutetiere: Insekten, junge Mäuse

Dies ist eine neu entdeckte Art, über ihre Lebensweise ist nicht viel bekannt. Aus Erfahrungsberichten von Haltern dieser Spinnen weiß man, dass die Tiere, im Gegensatz zu anderen Vogelspinnen Perus, Trockenheit gut vertragen. Es sind recht große Vogelspinnen, die jedoch ruhig und friedlich sind. Sie gehören zu den Bombadierspinnen, setzen ihre Reizhaare jedoch nur selten ein. Im Handel ist sie so gut wie gar nicht erhältlich, auf Börsen eine Rarität.


N

Nhandu coloratovillosum

Nhandu coloratovillosum


Herkunft: Brasilien, Tocantins
Lebensraum: Tropischer Regenwald, Tieflandregenwald
Max. Grösse: 9 cm
Beutetiere: Insekten, Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger

Groß werdende Vogelspinne mit auffälliger, kontrastreicher Färbung. Durch erfolgreiche intensive Nachzucht ist die in ihrer Heimat selten gewordene Spinne in Europa mittlerweile leicht zu bekommen. Es sind stark grabende, recht scheue Tiere, die eine eher versteckte Lebensweise führen. Halten sie sich dennoch außerhalb ihrer Höhlen auf, bieten sie einen wunderschönen Anblick. Reizen sollte man sie trotz ihres ruhigen Charakters nicht, diese Spinnen besitzen feine, sehr unangenehme Reizhaare, die sich großzügig einsetzen.


Nhandu cromatus

Nhandu cromatus


Herkunft: Brasilien
Lebensraum: Tropischer Regenwald
Max. Grösse: 10cm
Beutetiere: Insekten, Kleinsäuger

Große, kräftige Vogelspinne mit wunderschöner Färbung. Der Artstatus dieser Spinne ist umstritten, sie befand sich lange in der Gattung Vitalius und Lasiodora, neuerdings wird sie der Gattung Nhandu zugewiesen. Die Tiere sind Raritäten, und von Sammlern begehrt, ihre Haltung ist unkompliziert, hat aber auch Nachteile. Die Spinnen sind aggressiv und bombadieren sehr stark. Die Exemplare, die erhältlich sind, sind meist Wildfänge - verpaarte Weibchen können Kokons mit bis zu 2000 Eiern bauen.


P

Pamphobeteus spec.

Pamphobeteus spec.


Herkunft: Nicht genau bekannt, wahrscheinlich Peru oder Ecuador
Lebensraum: Feuchtsavannen, Trockensavannen
Max. Grösse: 10 cm
Beutetiere: Insekten, kleine Reptilien, Kleinsäuger

Aufgrund der Problematik bei der Klassifizierung der Gattung Pamphobeteus ist dieses Exemplar nicht eindeutig bestimmt. Es könnte sich um eine "fortis" oder "antinous" handeln, wo jedoch keine Merkmale dagegensprechen, auch eine neuere Species, wie "ex ecuador", könnten möglich sein. Eine andere Möglichkeit ist eine Mischlingsvariante.
Das Tier ist sehr reizbar und reagiert auf Störungen aggressiv. Obwohl die Spinne über Reizhaare verfügt, setzt sie diese selten ein, sie verteidigt sich mit Beinschlagen und Giftbiß.


Pamphobeteus spec. ex Peru

Pamphobeteus spec. ex Peru


Herkunft: Peru
Lebensraum: Tropischer Regenwald, Tiefenlandregenwald
Max. Grösse: 11 cm
Beutetiere: Insekten, kleine Reptilien, Kleinsäuger

Diese Vogelspinne gehört zu den größten Spinnen der Welt und zählt ebenfalls zu den seltenen Arten. Sie erzielt im Handel sehr hohe Preise. Wie bei anderen Pamphobeteus-Arten ist die Klassifizierung problematisch, das Tier wurde lange unter Acanthoscurria gigantea geführt und auch mit der sehr ähnlichen P. antinous verwechselt. Die Spinnen sind leicht reizbar und reagieren aggressiv auf Störungen. Sie heben ihren Hinterleib steil nach oben, eine deutliche Warnung, danach setzen sie ihre Reizhaare ein.


Pandinus imperator

Pandinus imperator


Herkunft: Nordafrika, Südwestafrika
Lebensraum: Tropischer Regenwald bis Trockensavannen
Max. Grösse: Bis 20 cm
Beutetiere: Insekten, Insektenlarven

Großer, stattlicher Skorpion mit wuchtigen Scheren und einem sehr schlanken Schwanzteil. Es sind anpassungsfähige Tiere, die in ihrer Heimat ein großes Verbreitungsgebiet in stark unterschiedlichen Klimazonen haben. Sie sind semisozial, es können größere Gruppen mit Tieren unterschiedlichen Alters gehalten werden, Kannibalismus ist bei dieser Art selten. Dieser Skorpion ist im Allgemeinen friedlich und sehr stechfaul, sein Gift ist für den Menschen ungefährlich.


Phoneutria spec

Phoneutria spec


Herkunft: Brasilien
Lebensraum: Tropischer Regenwald, Feuchtsavanne, Trockensavannen
Max. Grösse: 5 cm
Beutetiere: Insekten, Insektenlarven, Spinnen

Die Kammspinnen der Gattung Phoneutria sind mit Abstand die gefährlichsten und giftigsten Spinnen der Welt. Das Neurotoxin dieser Spinnen ist 20 mal giftiger als das der Kobra. Die Tiere sind Jagdspinnen, die keine Fangnetze bauen. Sie halten sich gerne in Bananenstauden auf, daher werden sie auch häufig "Bananenspinnen" genannt. Bis zur EU-Begasungsvorschrift wurden manchmal Kammspinnen nach Deutschland eingeschleppt, die Tiere vertragen jedoch keine Kälte und sterben rasch. Diese Spinnen sind ungewöhnlich aggressiv und sehr schnell, ihr Biss führt zu schwersten Gewebeschäden.


Phormictopus cancerides

Phormictopus cancerides


Herkunft: Haiti
Lebensraum: Strauchsteppen
Max. Grösse: 6 cm
Beutetiere: Insekten

Diese mittelgroße Vogelspinne lebt als Kulturfolger und ist oft auf Bananenplantagen zu finden. Mit ihrem gold-metallisch schimmernden Kopf-Bruststück (Carapax), das ein Sternmuster zeigt, und der dichten Behaarung, ist sie eine attraktive Erscheinung. Die Art ist so robust, anpassungsfähig und leicht zu halten. Jedoch ist bei der Handhabung Vorsicht geboten, sie kann zuweilen bissig sein.
Bei dem hier ausgestellten Weibchen handelt es sich um ein außergewöhnlich großes Exemplar, die Art erreicht für gewöhnlich nicht diese Ausmaße.


Poecilotheria fasciata

Poecilotheria fasciata


Herkunft: Sri-Lanka
Lebensraum: Trocken- und Feuchtsavannen
Max. Grösse: 9 cm
Beutetiere: Insekten, Amphibien, kleine Vögel

Große, sehr schön gezeichnete Vogelspinne. Ihre langgestreckte Form weist sie als typischen Baumbewohner aus. Sie ist die anpassungsfähigste Art der Gattung Poecilotheria. Sie wird als Kulturfolger in ihrer Heimat mit der Veränderung ihres Lebensraums durch den Menschen und mit den daraus entstehenden Klimaveränderungen problemlos fertig. Diese Spinnen sind schnell und aggressiv, fühlen sie sich in die Enge getrieben, können sie einen sehr schmerzhaften Giftbiss anbringen - das Gift der Poecilotheria-Arten ist stärker als bei den meisten anderen Vogelspinnen.


Pterinochilus murinus

Pterinochilus murinus


Herkunft: Tansania, Kenia
Lebensraum: Trockensavannen, Feuchtsavannen
Max. Grösse: 7 cm
Beutetiere: Insekten, kleine Reptilien, Mäuse

Diese Vogelspinnen haben eine sehr auffällige Färbung, führen aber eine versteckte Lebensweise. Sie haben ein ausgeprägtes Spinnverhalten und legen bizarre Wohngespinste an. Diese Tiere zählen zu den aggressivsten Vogelspinnen überhaupt, bei Belästigung gehen sie sofort zum Angriff über. Sie begeben sich sogar in Rückenlage, um aus dieser Position von unten zu zubeißen. Ihr Gift ist stärker als das der meisten Vogelspinnen, es tötet eine Maus in zwei Sekunden.


S

Sicarius terrosus

Sicarius terrosus


Herkunft: Südafrika
Lebensraum: Wüste, Halbwüste
Max. Grösse: 3 cm
Beutetiere: Insekten

Dies ist eine Sechsaugen-Sand-Krabbenspinne. Sie stellt eine Besonderheit dar, da sie neben der Hausspinne Tegenaria agrestis die einzige Spinnengattung mit nur sechs anstatt acht Augen ist. Die Spinnen bauen keine Fangnetze, sondern graben sich im losen Sand ein, indem sie Sand über sich werfen. Kommt ein Beuteltier in die Nähe der getarnten Spinne, springt diese plötzlich hervor. Diese Wüstenspinnen gehören zu den giftigsten Spinnen der Welt, ihr Gift wirkt von allen Spinnengiften am stärksten gewebeschädigend. Schwerste Nekrosen treten innerhalb einer Sekunde ein es existiert KEIN Antivenin!!


T

Theraphosa apophysis

Theraphosa apophysis


Herkunft: Venezuela
Lebensraum: Tieflandregenwald
Max. Grösse: 13 cm
Beutetiere: Insekten, Reptilien, Kleinsäuger

Diese riesige Vogelspinne wetteifert mit ihrer Verwandten T.blondi um den Titel der größten Spinnenart der Welt. T.apophysis hat hierbei die größere Beinspannweite, während T.blondi größer wirkt und ein höheres Gewicht erreicht. Ungewöhnlich sind hier auch die für Vogelspinnen riesigen Männchen, die fast genauso groß und stark werden wie die Weibchen. Diese Spinne bewohnt ein vergleichbar keines Ausbreitungsgebiet im Süden Venezuelas und verträgt im Gegensatz zu T.blondi auch Trockenperioden.


Theraphosa blondi

Theraphosa blondi


Herkunft: Brasilien, Guayana, Venezuela
Lebensraum: Tropischer Regenwald
Max. Grösse: 13 cm
Beutetiere: Insekten, Reptilien, Kleinsäuger

Dies ist der Gigant unter den Vogelspinnen, die größte Vogelspinnenart der Erde. Weibchen erreichen Beinspannweiten so groß wie ein Essteller und können ein Gewicht von über 170 g erreichen. Es sind aggressive, sehr bissige Tiere, die schwierig zu handhaben sind. Mit ihren bis zu 2,5 cm langen Kieferklauen können sie einen unachtsamen Pfleger erheblich verletzen. Erstaunlicherweise laufen Paarungen dieser gefräßigen Spinnen sehr sanft und ruhig ab. Die Goliath-Vogelspinne braucht ständige Feuchtigkeit, verträgt jedoch keine Staunässe, was sie zu einem anspruchsvollen Pflegling macht.


X

Xenesthis immanis

Xenesthis immanis


Herkunft: Kolumbien, Venezuela
Lebensraum: Tropischer Regenwald
Max. Grösse: 10 cm
Beutetiere: Insekten, Mäuse, junge Ratten

Elegante, wunderschön gefärbte Art, die bei Züchtern und Sammlern sehr begehrt ist, da sie durch vernachlässigte Nachzucht mittlerweile selten im Handel zu bekommen ist. Selbst auf Börsen zählt sie zu den Raritäten. Die Haltung dieser Spinnen ist schwierig, ebenso die Zucht. Die Tiere vertragen keine Trockenheit. Sie können imposante Größen erreichen, haben ungewöhnlich wirksame Brennhaare und beißen bei weiterer Belästigung kräftig zu.